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2016

 

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Sonderseiten

 
 
 
Sprüche
 
Barmherzigkeit beginnt im eigenen Haus –
aber sie sollte nicht auch dort enden.
Deutsches Sprichwort
 
Dem Bedürftigen zu geben, heißt nicht schenken, sondern säen.
Baskisches Sprichwort
 
Möge das Brot, das du teilen willst,
nie schimmelig werden
Altirischer Segenswunsch
 
Mögest du nie in Schlaf fallen, wenn du weißt,
dass dein Nachbar kein Bett hat.
Altirischer Segenswunsch
 
Erbarmen sprießt, wo Tränen sich ergießen.
Aus Persien
 
Wenn jeder im Dorf einen Faden spendet,
erhält der Nackte ein Hemd.
Aus Rußland
 
Die Erde ist ein großer Tisch.
Für jeden gibt's zu essen.
Und sorgt an diesem Tisch
nicht jeder nur für sich,
wird jeder satt, der Hunger hat,
und keiner wird vergessen.
Unbekannt
 
Hände, die teilen, erzählen von Gott.
Unbekannt
 
Wer andere in Not aufrichtet, richtet sich selber auf.
Unbekannt
 
Almosen geben macht nicht arm, Stehlen nicht reich und Reichtum nicht weise.
Aus England
 
Barmherzigkeit ist der Schlüssel zum Himmelreich.
Aus der Türkei
 
Was den Armen gegeben wird, das wird am jüngsten Tage zurückgezahlt.
Aus Wales
 
Wenn du irgend etwas verloren hast, nimm an, du hättest es einem Armen gegeben.
Jüdisches Sprichwort
 
Die Barmherzigen geben durch die Tür und Gott steckt es zum Fenster wieder hinein.
Aus England
 
Das Gut, das du weggibst, gehört dir; das Gut, das zurückbleibt, gehört einem anderen, wenn du ins Grab eingehst.
Aus der Mongolei
 
Wer sich von Barmherzigkeit ernährt, der hat ein kaltes Mittagessen und kein Abendbrot.
Aus Schottland
 
Die Finger reichen dar, aber das Herz schenkt.
Aus Afrika
 
Besser eine Unze Barmherzigkeit, als ein Pfund Gold in der Kirche.
Aus Bulgarien
 
Wer eines andern Leben rettet,
fügt seinem eigenen zehn Jahre hinzu.
Aus China
 
Wer das Almosen verschenkt, was er aus Barmherzigkeit erhalten hat, wird Herr über die drei Welten.
Aus Indien
 
Viele zünden ein Feuer an, an dem sich andere erwärmen.
Aus Dänemark
 
Liebe, Almosen, Hingabe und Geduld sind die vier Dinge, die aus einem Menschen einen Heiligen machen.
Aus Italien
 
 
 
 
Barmherzigkeit fängt zu aller erst bei jedem selber an!
GünSch
 
 
 
 
 
 
Ein Wort auf den Weg

"Das Leben selbst ist eine Pilgerreise und der Mensch ist "Viator", ein Pilger auf der Strasse nach dem ersehnten Ziel.

aus einem Faltblatt

Wege der Barmherzigkeit

mit Angabe einer Homepage

> Barmherzigkeitsjahr <

Sonderseite

misericordia

 
  
  

Das Jahr der Barmherzigkeit

Wie es zu dieser Seite gekommen ist.

Von einer Freundin wurde ich in einem Telefonat (es ging unter anderem ums Pilgern)  auf die Homepage "Gastkirche in Recklinghausen" gebracht.

Auf dieser Homepage auch eine Seite

2016 - Jahr der Barmherzigkeit

(ankicken)

Aus der Homepage:

. . . Deutlich wird mir das, wenn ich an die Unbarmherzigkeit denke,

  • der ein Mensch einem anderen das Leben zur Hölle machen kann

  • mit der unsere Gesellschaft Menschen "auf der Strecke lässt, weil sie nicht mehr leistungsfähig genug sind

  • mit der in der Kirche nach wie vor Frauen in vielen Bereichen ausgegrenzt werden

Zu viele Menschen erfahren keine - oder kaum - Barmherzigkeit.

  • Menschen die der Arbeitsmarkt "ausspuckt" und nicht mehr "braucht".

  • Zu alt, zu jung, nicht qualifiziert genug, nicht genügend belastbar, nicht flexibel . . .

  • Oder psychisch kranke Menschen, die von vielen gemieden werden, die kaum Kontakte haben

  • . . .

 

Das war der Grundstein zu dieser 1. Sonderseite für das Jahr 2016

 
 

Barmherzigkeit

Die Barmherzigkeit (Lehnübersetzung von lateinisch misericordia) ist eine Eigenschaft des menschlichen Charakters. Eine barmherzige Person öffnet ihr Herz fremder Not und nimmt sich ihrer mildtätig an.

Die umgangssprachliche Formel „Mitleid und Barmherzigkeit” deutet an, dass hier Unterschiedliches vorliegt, dass es also bei der „Barmherzigkeit” weniger um ein Mit-Fühlen als um eine dessen nicht bedürftige Großherzigkeit geht. Sie gilt als eine der Haupttugenden und wichtigsten Pflichten der monotheistischen Religionen Judentum, Christentum, Islam, Bahai sowie anderer Religionen wie Buddhismus und Hinduismus.

 Quelle: Wikipedia

 
 
Judentum

In der jüdischen Bibel (Altes Testament der Christen) ist Barmherzigkeit eine der herausragenden Eigenschaften Gottes. In der zentralen Offenbarung am Sinai gibt sich JHWH zu erkennen: „der HERR ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig, reich an Huld und Treue“ (2. Buch Mose 34,6 mit vielen Parallelen). Während das „gnädig” darauf verweist, dass Gott sich seinem Volk zuwendet, drückt das „barmherzig” aus, dass Gott die Sünde zwar sieht, aber verzeiht und dem Bund mit seinem Volk treu bleibt.

Dies wird insbesondere bei den Propheten der Exilszeit (Babylonisches Exil) betont: „Der Herr hat sein Volk getröstet und sich seiner Armen erbarmt. [...]

Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht.“ (Jesaja 49,13.15) Deshalb gilt auch die Forderung der Barmherzigkeit an den Menschen: „Es ist gut, zu beten und zu fasten, barmherzig und gerecht zu sein.“ (Tobit 12,8).

In der deutschen Bibel (vor allem Lutherbibel) stehen Barmherzigkeit, barmherzig, Erbarmen, Erbarmer, barmherzig sein und deren Verneinungen vor allem für die hebräischen Wörter bzw. Wurzeln häsäd (hebr. חֶסֶד), dann für rahamim bzw. für rhm und Derivate, für hnn und Derivate, in geringerem Maße auch für hûs, hml und nhm.

 Quelle: Wikipedia

 
 
Christentum

Zunächst und zuerst ist Barmherzigkeit keine natürliche Eigenschaft des Menschen, sondern eine Eigenschaft Gottes, die der Mensch einerseits als himmlisches Motiv durch die ihm innewohnende Gottesliebe besitzt und die ihm andererseits in höherer Form und unerschöpflich durch Gott zuteil wird. Schon im Alten Testament gilt Gott vor allem als der „Barmherzige und Gnädige“ und wird immer wieder dafür in Dankbarkeit und Demut gelobt und gepriesen (z. B. Ps 103,8 EU). Jesus beschreibt Gott z. B. im Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11–32 EU) als unendlich großzügigen und jederzeit vergebungsbereiten „Vater“ und bringt damit zur Kenntnis, was Barmherzigkeit bedeutet kann: Eine irdisch unverdiente, aber himmlisch großzügige Zuwendung in bedingungsloser Liebe. Der Apostel Paulus betont immer wieder die Abhängigkeit des sündigen Menschen bzw. des Christen von der Vergebung Gottes in dessen unendlicher Barmherzigkeit. Aus Barmherzigkeit rettet Gott die Menschen aus der Verstrickung in ihre Schuld (z. B. Eph 2,4–5 EU), entweder weil sie ehrliche Reue gezeigt und Buße geleistet oder weil sie zur Umkehr gekommen sind und Gutes getan haben.

Die von Gott her erfahrene Barmherzigkeit wird dann auch zur Handlungs-Motivation des glaubenden Menschen. In diesem Sinne steht „Barmherzigkeit” in engem Zusammenhang mit z.B. Nächstenliebe, Menschenliebe oder Humanität (siehe auch Diakonie); die lateinische Bezeichnung ist caritas (daher die katholische Organisation Caritas).

Jesus Christus hat in vielen Gleichnissen Barmherzigkeit verdeutlicht, z. B. im Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10,25–37 EU – der wegen seiner gesellschaftlichen Herkunft vielerorts nicht gerade als „Rechtgläubiger“ galt, aber manche Hörer des Gleichnisses beschämt und so ihre Umkehr zur Hilfe für die Armen, Schwachen und Hilflosen eindrucksvoll einmahnt), und in den Krankenheilungen (Mk 1,16–20 EU; Lk 8,1–3 EU; Mk 7,31–37 EU). Auch in der Bergpredigt ist von der Barmherzigkeit die Rede:

„Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“

– Matthäus 5,7 LUT

Seit dem Mittelalter zählt man in Abgrenzung zur Barmherzigkeit Gottes die Sieben Werke der Barmherzigkeit auf, die den Sieben Todsünden (Stolz, Neid, Zorn, Geiz, Unmäßigkeit, Unkeuschheit und eben Trägheit des Herzens) gegenübergestellt werden.

 Quelle: Wikipedia

 
 
Römisch - katholische Kirche

Nach der Lehre der römisch-katholischen Kirche empfangen die Gläubigen die Werke der Barmherzigkeit durch den Heiligen Geist. Die unendliche, bedingungslose Gottesliebe umfasst die Barmherzigkeit, beide Begriffe werden in der Tradition gerne wechselseitig eingesetzt.

Nach Thomas von Aquin ist im äußeren Bereich die Barmherzigkeit die größte aller Tugenden:

„An sich ist die Barmherzigkeit die größte der Tugenden. Denn es gehört zum Erbarmen, dass es sich auf die anderen ergießt und – was mehr ist – der Schwäche der anderen aufhilft; und das gerade ist Sache des Höherstehenden. Deshalb wird das Erbarmen gerade Gott als Wesensmerkmal zuerkannt; und es heißt, dass darin am meisten seine Allmacht offenbar wird“ (Summa Theologiae II-II, q. 30, a. 4).[1]

In seinem Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium vom 26. November 2013 zitiert Papst Franziskus diese Stelle, um den Vorrang der Barmherzigkeit beim kirchlichen Handeln zu betonen.[1] Er hat die Barmherzigkeit zu seinem Programm gemacht: „Die Barmherzigkeit ist die wahre Kraft, die den Menschen und die Welt vor dem ’Krebsgeschwür‘ retten kann: dem moralischen Bösen, dem spirituellen Übel.“[2]

 

Werke der Barmherzigkeit

Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit

  • Die Hungrigen speisen.
  • Den Dürstenden zu trinken geben.
  • Die Nackten bekleiden.
  • Die Fremden aufnehmen.
  • Die Kranken besuchen.
  • Die Gefangenen besuchen.
  • Die Toten begraben.

Die sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit

  • Die Unwissenden lehren.
  • Den Zweifelnden recht raten.
  • Die Betrübten trösten.
  • Die Sünder zurechtweisen.
  • Die Lästigen geduldig ertragen.
  • Denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen.
  • Für die Lebenden und die Toten beten.

 Quelle: Wikipedia

 
 
Notwendigkeit der Barmherzigkeit in der Moderne

Trotz der festen Verankerung des Sozialstaates im politischen System moderner Staaten kommt die Gesellschaft auch heute nicht ohne Barmherzigkeit aus. Eine Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken hat dies 1995 klar herausgearbeitet: Ohne Barmherzigkeit „geht die motivationale Grundlage für die Sozialgesetzgebung verloren. Ohne sie werden neue Notlagen überhaupt nicht entdeckt“. Auch wenn das „soziale Netz“ die größte Not auffängt, gibt es viele, die durch dessen Maschen fallen. Nur die „behördlich erfassten Fälle“ sind in die staatliche und kommunale Sozialhilfe eingebunden. Daher muss Barmherzigkeit eine neue Dimension der Wahrnehmung anregen und erfahren. „Barmherzigkeit ist der Quellgrund der sozialen Gerechtigkeit.“[3]

 Quelle: Wikipedia

 
 
Islam

„Allerbarmer“ (Ar-Rahman) ist einer der Namen Allahs und zusammen mit Allbarmherziger (Ar-Rahim) der häufigste im Koran vorkommende Name Gottes. Beide Namen stammen von der gleichen Wortwurzel ab und beschreiben die immerwährende Liebe Gottes, die dem Menschen zuteilwerden kann, wenn er sie annimmt. Eine Äußerung der Barmherzigkeit, das Geben von Almosen, ist die vierte der fünf Säulen des Islam und damit eine der Hauptanforderungen an die Gläubigen. In einem Hadith heißt es:

„Diejenigen, die nicht barmherzig sind, werden keine Barmherzigkeit erlangen.“

Somit sind alle Gläubigen zur Barmherzigkeit verpflichtet.

 Quelle: Wikipedia

 
 
Buddhismus

Im Buddhismus wird die Barmherzigkeit üblicherweise als Mitgefühl (karuna) bezeichnet. Karuna ist eine der vier Brahmaviharas, in denen verschiedene Formen zwischenmenschlicher Verbundenheit (Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut) beschrieben werden, die es zu kultivieren gilt. Karuna ist im Kern das Ergebnis meditativer Einsicht und Erlebens und folgt somit nicht einem imperativen „Du-Sollst“.

Besonders nach Katastrophen engagieren sich viele Laien und Ordinierte in buddhistischen Friedens- und Hilfsorganisationen.

 Quelle: Wikipedia

 
 
Konfuzianismus und Daoismus

Für Konfuzius waren die Umgangsformen (li), die Güte des Rangoberen gegenüber den Unteren sowie die Menschenliebe wichtige Bestandteile der familiären und staatlichen Ordnung.

Auch Laotse forderte in seinem Buch Daodejing neben dem Nicht-Eingreifen die natürliche und unaufgeforderte Güte der Menschen untereinander.

 Quelle: Wikipedia

 
 
Falun Gong

Falun Gong fordert als Grundvoraussetzung für den spirituellen Erfolg und die optimale Wirksamkeit der Übungen die Befolgung der drei Grundprinzipien „Barmherzigkeit“, „Wahrhaftigkeit“ und „Nachsicht“.

 Quelle: Wikipedia

 
 
Bahai

Wenn du Barmherzigkeit übtest, dann würdest du nicht deinen eigenen, sondern den Nutzen der Menschheit im Auge behalten.

Wenn du Gerechtigkeit übtest, dann würdest du für andere nur wählen, was du auch für dich selbst wählst.

 Quelle: search Bahai

 
 
Allen Religionen gemeinsam . . .

ist, dass sie die Wichtigkeit der Barmherzigkeit aufführen und die Gläubigen zur Barmherzigkeit auffordern.

 
 

Ein Interview

Was heißt Barmherzigkeit?

(anklicken)

Es geht nicht nur um das Verteilen von Almosen. Sondern um Gerechtigkeit und Zuwendung. Ein Gespräch mit Kardinal Walter Kasper

 
 
 
Religion - die verschiedenen Äste                                                                                   Menschen - die Blätter

Gott - die Wurzeln

 
 
Und nun

wenn wir das alles wissen?

 

. . . kann jeder für sich selber einfach mal wieder (neu) darüber nachdenken!

. . . kann jeder für sich selber den Planeten neu sehen lernen!

Vielleicht ja als Ganzes?

Vielleicht ja immer - nicht begrenzt auf ein Jahr? 

 
   
 

  
  

 

 

 

     

Stand: 01.01.2016

 

Stand: 01.01.2016

 
 
   
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