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Auf einmal war er . . .

 
  
  

                                                                                         zum letzten Eintag        hier

Auf einmal war er da . . .

Wie es zu dieser Seite gekommen ist!

Diese Geschichte hatte seinen Ursprung im Jahr 2005. Dazwischen gab es immer wieder einen Anlauf. Dazu irgendwann vielleicht einmal mehr!

Zwischen den Fragezeichen ist der jeweilige Stand zu lesen. Ich hoffe und gehe davon aus, dass sich Leser ihre Gedanken machen und danach auch Vorschläge wie es weiter geht!

Mimikry

(C) by Mimikry

 
 

 24.12.2015

 Heilig Abend

Die Geschichte soll weiter geschrieben werden und dafür benötige ich Deine Hilfe.

Hier werden künftig Fragen stehen, die aus den Antworten für den Weitergang der Geschichte resultieren.

Was würden die Menschen in der Kleinstadt tun?

Sei so freundlich und schreibe mir die nächsten Seiten oder teile mir Deine Gedanken zu der Geschichte mit!

E-Mails bitte an: mimikry10@gmail.com

Dafür bedanke ich mich recht herzlich!

Mimikry

 
 

 
 

Auf einmal war er da!

Es war ein wunderschöner Samstagmorgen. Die Sonne schien. Heute war Markttag in der Kleinstadt. Händler hatten bereits ihre Stände aufgebaut umrahmt von schönen Fachwerkhäusern...

Es gab allerlei zu kaufen.

Gemüse, Blumen, Wurst, Käse und vieles mehr.

Die Marktbeschicker waren froh über das gute Wetter.

Es war zwar noch etwas frisch, aber wenigstens trocken.

Langsam kamen...         die ersten Besucher mit ihren Einkaufkörben.

Eine junge Frau stand am Gemüsestand und unterhielt sich freundlich mit der Verkäuferin.

Am Kiosk kaufte ein älterer Herr eine Tageszeitung.

Neben dem Datum 22.12.2012 stand in großen Schlagzeilen:

>> Die Globalisierung geht weiter <<

Er schüttelte den Kopf und ging weiter.

Mittlerweile hatte sich der Markt gefüllt.

Der Duft von Crepes lag in der Luft.

Freundliche Gesichter, mürrische, nachdenkliche Gesichter wechselten sich ab. In manchem Gesicht konnte man die Sorgen erkennen.

Andere Gesichter hatten vielleicht eine Maske auf.

Ein aufmerksamer Beobachter konnte alle Facetten sehen.

Manche Besucher waren in Eile, andere hatten Zeit mitgebracht um auch ein Schwätzchen zu halten.

Dann, es ging auf die Mittagsstunde zu, war er auf einmal da.

Niemand hatte wahr genommen von welcher Richtung er gekommen war.

Er war einfach da.

Groß gewachsen, sicher über 1,80 Meter, so Anfang 30 mit etwa schulterlangem schwarzgrauem Haar.

Irgendwie erregte er sofort die Aufmerksamkeit der Besucher. Verstohlene Blicke trafen ihn.

Angezogen war er mit einem Leinenhemd und einer Cordhose. Schuhe?

Nein, Schuhe hatte er keine an.

Manch einer tuschelte mit seinem Gegenüber.

Was ist das für einer?

Der hat ja keine Schuhe an?

Das ist sicher ein Penner!?

Langsamen Schrittes ging der Unbekannte durch den Markt und beobachtete gleicher maßen die Menschen.

Wo er hinzutrat verstummte das Gespräch. Keiner getraute sich, ihn anzusprechen.

"Oh Vater", dachte er, "ich glaube es hat sich nicht vieles verändert".

"Urteile nicht so schnell!", kam prompt die gedankliche Antwort.

Vor einem Ladengeschäft saß ein älterer Mann auf einem Karton. Er hatte einen Hut vor sich liegen.

Auf einem Zettel stand: Bitte um eine milde Gabe.

Im Hut waren nur wenige Münzen.

Eine junge Frau ging eilig an dem Bettler vorbei, drehte sich dann doch noch um und warf ein Münzstück in den Hut.

Der Bettler bedankte sich.

Kurz konnte man ein leuchten in seinen Augen sehen.

Vielleicht war es aber auch eine Träne.

Ein Mann im Anzug erblickte den Bettler und schimpfte vor sich hin. Gesindel, soll lieber arbeiten, Penner, war bruchstückhaft zu hören. Der Bettler schaute vor sich auf den Boden.

Der Fremde stand an einem Brunnen und beobachtete alles. Nachdenklich schweifte sein Blick über die Menschen. Er sah nicht nur den Bettler. Er sah auch die fröhlich lachenden Kinder.

Die Hausfrau, die zwei Taschen schleppend den Heimweg antrat. Die Verkäuferin die überaus freundlich ihre Kunden bediente.

Zwei junge Burschen kamen langsam auf den Fremden zu.

"Was bist denn du für einer?"

Sie suchten wohl Streit.

"Verpiss dich", herrschte ihn der andere an.

"Was wollt ihr von mir? Ich habe euch nichts getan!"

Da traf ihn auch schon die Faust des Dunkelhaarigen in den Magen.

Schützend hielt der Fremde seine Hände vors Gesicht. Schlag auf Schlag traf ihn und er sackte zu Boden. Nun begannen die beiden auch mit den Füßen auf ihn einzutreten.

"Polizei", hörte er jemanden rufen. Die beiden versetzten ihm noch einen Fußtritt und rannten davon. Schnell verschwanden sie in einer engen Gasse.

Benommen versuchte der Fremde auf die Füße zu kommen.

Keiner der Marktbesucher half ihm dabei. Alle schauten weg oder nur ganz verstohlen zu ihm hin. Er blutete aus der Nase. Auf der Stirn hatte er eine Platzwunde.

Am schlimmsten aber waren die Schmerzen auf der rechten Seite. Er hatte wohl eine Rippe gebrochen.
Am allerschlimmsten aber war, keiner hatte ihm geholfen.

Keiner!

Er schloss kurz vor Schwindel die Augen als er eine Hand auf seiner Schulter spürte.
"Komm, ich helfe dir!"

Er drehte sich nach der Stimme um, und sah, den Bettler.

Er wusch ihm am Brunnen das Gesicht mit einem halbwegs sauberen Tuch.

Dann stützte er ihn und langsam verließen beide den Markt.

 
 

Gut aufgelegt, überflog der Pfarrer seine Predigt.

Sie hatte den gestrigen Zeitungsartikel zum Thema: Die Globalisierung geht weiter.

Er wollte heute in seiner Predigt auf dieses Thema eingehen und vor allem welchen Einfluss sich auf die Menschen ergaben.

Die Evangelische Stadtkirche füllte sich immer mehr.

Die Kirchenglocken läuteten.

Menschen von allen Gesellschaftsschichten waren wieder da.

Jung wie Alt.

Aber es waren fast immer dieselben.

Das letzte Drittel der Kirchenbänke blieb leer.

Es war wie immer.

Nachdenklich schaute der Pfarrer auf seine Gemeinde.

Manch einer gähnte verstohlen.

Zwei Kinder ärgerten sich gegenseitig.

Bekannte begrüßten sich und nickten sich zu.

Die Kirchenglocken hörten auf zu läuten und die Orgel begann zu spielen. Die Menschen wurden ruhig.

Da öffnete sich, die Orgel spielte schon einige Minuten, die hintere Türe der Kirche.

Der Nebeneingang.

Da war wohl jemand zu spät dran.

Vereinzelt schauten sich die Besucher nach dem verspäteten Kirchengänger um.

Es war ein groß gewachsener Mann. Er sah schon etwas komisch aus mit seinen schulterlangen Haaren.

Und!

Er war auf keinen Fall für die Kirche angezogen mit seinem Leinenhemd und seiner Cordhose. Der Pfarrer, der den Besucher als einer der ersten sah, erkannte auch, dass dieser nicht einmal Schuhe an hatte.

Der Besucher sprach ein stilles Gebet und setzte sich in die letzte Reihe.

Der Pfarrer begann mit einem Lied und die Kirchenbesucher wandten sich wieder dem Pfarrer zu.

Der Pfarrer schaute immer wieder verstohlen zu dem Besucher in der letzten Reihe.

Ein komisches Gefühl überkam ihn. Er musste sich konzentrieren den Gottesdienst zu halten.

Er sprach in seiner Predigt über die Globalisierung der Wirtschaft und die Auswirkungen auf die Menschen.

Er betonte, dass die Menschen dabei waren die Werte zu verlieren die für das Zusammenleben wichtig waren.

Es regierte zu sehr die Macht des Geldes. Manch einer nickte stumm vor sich hin. Manch einer rechnete aber auch im Stillen den Gewinn aus den er in der Folgewoche machen wollte.

Die Predigt brachte die Menschen zum nachdenken.

Dann kam das letzte Lied und der Pfarrer schaute wieder nach dem Gast in der letzten Reihe.

Er war verschwunden.

Die Tage vergingen und nichts Besonderes geschah in der Kleinstadt. Die Menschen gingen ihrer Arbeit nach.

Alles war wie immer.

Wirklich alles?

Nein!

Nicht ganz!

Es gab ein paar Menschen, denen der Fremde nicht aus dem Kopf ging. Da war der Pfarrer, der ihn am längsten in der letzten Reihe in der Kirche beobachten konnte.

Und dann doch nicht gesehen hatte wie er verschwunden ist.

Dann war da der Bettler, der dem Fremden geholfen hatte. Auch von den Kirchengästen dachten ein paar wenige an den Fremden ohne Schuhe.

Gesehen hatte ihn aber keiner mehr. 

– Matthäus 5,7 LUT

Seit dem Mittelalter zählt man in Abgrenzung zur Barmherzigkeit Gottes die Sieben Werke der Barmherzigkeit auf, die den Sieben Todsünden (Stolz, Neid, Zorn, Geiz, Unmäßigkeit, Unkeuschheit und eben Trägheit des Herzens) gegenübergestellt werden.

 
 

Die Tage vergingen und nichts Besonderes geschah in der Kleinstadt. Die Menschen gingen ihrer Arbeit nach.

Alles war wie immer.

Wirklich alles?

Nein!

Nicht ganz!

Es gab ein paar Menschen, denen der Fremde nicht aus dem Kopf ging. Da war der Pfarrer, der ihn am längsten in der letzten Reihe in der Kirche beobachten konnte.

Und dann doch nicht gesehen hatte wie er verschwunden ist.

Dann war da der Bettler, der dem Fremden geholfen hatte. Auch von den Kirchengästen dachten ein paar wenige an den Fremden ohne Schuhe.

Gesehen hatte ihn aber keiner mehr.

 
 

In der Zwischenzeit saß der Fremde auf einem kleinen Hügel auf einer Bank. Hinter ihm stand ein großes Kreuz. Er schaute schon seit einigen Tagen auf die Stadt hinunter.

Leise sagte er: "Vater, sie werden es nicht verstehen."

"Zweifle nicht, und geh deinen Weg!", kam die Antwort.

Er schaute auf die Strassen und auf die vielen Fahrzeuge die schnell darauf fuhren. Am Himmel konnte er Flugzeuge sehen. Alles war viel schneller geworden.

Er wusste das alles.

Aber wurde es dadurch einfacher?

"Wie soll ich vorgehen?"

"Sprich mit ihnen und warte was passiert!"

Am nächsten Vormittag verließ der Fremde den Hügel und ging in die Stadt. Er kam an Geschäften, Autohäusern, Märkten und Häusern vorbei.

Er ging Richtung Kirche wo auch der Marktplatz lag.
Dort angekommen bemerkte er, dass in einem Haus die Zeitung untergebracht war.

Langsam öffnete er die Türe und trat ein.

Die junge Dame am Schalter schaute neugierig in sein Gesicht. Lies ihren Blick über seine Kleidung schweifen und blieb bei den Füßen haften.

"O Gott!", sagte sie.

Der Fremde schaute in ein ehrliches offenes Gesicht.

Er lächelte sie an und sagte:

"Nein, nein! Ich bin sein Sohn! Ich bin Jesus von Nazareth! Ich habe versprochen, dass ich wieder komme. Jetzt ist es soweit!"

"Einen, einen kleinen Moment", stotterte die junge Frau, "ich hole den Redakteur".

Der war ihr zwar egal, aber sie musste so schnell wie möglich von diesem Irren weg. Schnell kam sie hinter dem Schalter hervor und verschwand durch eine Seitentür in einen anderen Raum.

Mit einem Mann kam sie nach einigen Minuten zurück.

"Wer wollen Sie sein? Sie spinnen wohl!"

Der Mann war wohl der Redakteur stemmte seine Arme n die Seite und baute sich vor dem Fremden auf.

Der schaute ihm ruhigen Blickes in die Augen.

Diese Augen hatten etwas Besonderes.

Der Redakteur fühlte sich ganz klein, als der Fremde wiederholte:

"Ich bin Jesus von Nazareth!"

"Na klar", antwortete der Mann, "und ich bin der Kaiser von China!"

Er lachte vor sich hin.

Die junge Frau beobachtete verstohlen den Fremden.

"Nun gut! Was kann ich für Sie tun?" wurde der Redakteur geschäftsmäßig.

"Möchten Sie eine Anzeige aufgeben? Soll ich einen Artikel schreiben? Was möchten Sie?"

Der Fremde überlegte einen kurzen Moment.

Dann sagte er:

"Ja, das ist eine gute Idee, ich möchte eine Anzeige aufgeben!"

"Haben Sie überhaupt Geld? Können Sie bezahlen?"

Der Fremde holte einen Beutel hervor und gab dem Redakteur eine alte Münze. Der schaute diese an und meinte dann:

"Na ja, in Ordnung!" Insgeheim war er aber der Meinung, dass diese Münze sicherlich wertvoll sein könnte.

"Was soll in der Anzeige stehen?"

"Schreiben Sie folgendes," antwortete der Fremde

  

Jesus von Nazareth

verstorben und ans Kreuz genagelt im Jahre 31

wiedergeboren und zurückgekehrt im Jahre 2015

in Schorndorf

zu erreichen am Kreuz des Grafen

 

"Ich glaube ich werd nicht mehr. Aber ich werde das so schreiben. Es kommt am Samstag in der Zeitung!"

Der Fremde bedankte sich und verließ das Gebäude. Er war noch kurz in einer Gasse zu sehen und dann war er verschwunden.

Der Redakteur blieb verwirrt zurück und biss auf die Münze. Bezahlt hat er, dann kommt das auch, dachte er bei sich.

An diesem Samstag war wieder Markt in der Stadt.

Das geschäftige Leben war wieder voll im Gange.

Die Marktbeschicker verkauften ihre Waren.

Hausfrauen kauften ein und füllten ihre Körbe.

Alles war wie immer.

Bis, ja bis ?

Gar nichts war wie immer.

Jeder zweite hatte eine Zeitung unter dem Arm.

Menschen standen zusammen.

Da war eine Anzeige, die zu Verwunderung führte.

Sie hatte einen schwarzen Rand, war aber nicht unter den Todesanzeigen.

Sie war im Lokalteil für Schorndorf und zwar mitten auf der Seite.

So etwas hatte es ja noch nie gegeben.

Und was da stand!

Unglaublich!

Die Menschen auf dem Markt wurden immer mehr.

Manche hatten die Zeitung als Morgenlektüre gelesen, waren bis zum Lokalteil gekommen und dann trieb es den einen oder anderen hinaus.

Der Marktplatz füllte sich immer mehr.

Die Menschen unterhielten sich.

So ein Quatsch.

Heut ist doch nicht der erste April!

Wir sind doch keine Bildzeitung!

Wenn das wahr wäre! O Gott!

In Gruppen standen die Menschen zusammen.

 

 

Die Feiertage sind vorüber . . .
 

 

Fortsetzung folgt

 

 

03.01.2016

Domeniko

 

Betrunken? / Soll ich? / Gespräch / Muschel / Autounfall / Rollstuhl / Schädel-Hirn-Traum /  wieder laufen lernen / Domeniko

 

 

 

 
 

 
 

Lassen Sie uns das Fragezeichen weiter nach unten rücken!

Wie geht es weiter?

Die Vorschläge die per E-Mail eingegangen sind stehen dann hier!

 
   
 

  
  

 

 

 

     

Stand: 03.01.2016

 

Stand: 03.01.2016

 
 
   
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