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Paule Iwiwi

 

D u

Depression und Stigma

Wer kennt sie nicht – die Momente, in denen wir uns traurig, einsam oder niedergeschlagen fühlen? Stimmungstiefs gehören zu unserem Leben – wo Licht ist, da sind auch Schatten. Was aber wenn die Schatten größer werden?

In den vergangenen acht Jahren hatte ich monatlich ca. 50 Kontakte mit Betroffenen oder Angehörigen.

Dabei war oft auch die Frage: Was sage ich wem?

Meinen Angehörigen, meinen Freunden, Bekannten, im Verein, und vor allem auch meinem Arbeitgeber?

Stigmatisierung der Krankheit Depression

Reden ist Silber – schweigen ist Gold! Oder? 

Im Jahr 2005 fragte ich eine Krankenschwester, eine Psychologin und einen Arzt, was ich denn nach „außen“ sagen solle, wenn mich jemand nach meiner Krankheit fragt. Meine Schwierigkeit war – keiner konnte etwas sehen.

 

Die Antworten damals (verkürzt):

  • „Sagen Sie wie es ist.“

  • „Kommt darauf an, wer Sie fragt. Angehörige, Freunde oder „Bekannte“.

  • „Sagen Sie, Sie haben eine Stoffwechselkrankheit!“ 

Wofür ich mich entschieden habe ist bekannt. In den vergangenen Jahren war ich oft in verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen wie stern, Apotheken Umschau, AOK Gesundheit und  habe viele Aktivitäten, Diskussionsrunden geführt und vor allem auch Selbsthilfegruppen gegründet.

In Gesprächen kommt immer wieder diese Frage: Outen – ja oder nein?

 

Bevor wir auf die Eingangsfrage kommen, stellt sich die Frage: „In welcher Welt leben wir?“ Die Welt bleibt eben trotz aller Aufklärung ungerecht, grausam und gemein. Schwäche zeigen ist mega-out. Angst zu zeigen gilt als Schwäche. Soll man sich in einer Gesellschaft outen, in der Schwäche nach wie vor für ein lästiges Übel und Stärke für ein absolutes Ziel gehalten werden?

Die meisten Arbeitgeber werden Angestellten mit Ängsten und/oder Depressionen für weniger belastbar, weniger zuverlässig und weniger vertrauenswürdig halten, hat dieser sich erstmal geoutet. Selbst wenn der Betroffene eines Tages verkündet, dass es ihm wieder besser geht, bleibt etwas haften. Bei jedem Fehlen, bei jeder Unsicherheit werden die Erinnerungen der anderen und damit Zweifel wach.

Im privaten Umfeld (Familie und Freunde) ist es sehr häufig nicht viel anders. Bei der Familie stellt sich oft die Frage: Wann fängt es wieder an Im weiteren Umfeld kommt es nach anfänglicher Zustimmung und Bewunderung für die Offenheit oft zum Rückzug des verunsicherten Gegenübers.

Jeder Mensch hat in einer Krise weniger Kraft und Energie. Wenn ich mich öffne, werde ich verletzbar. Das kostet Kraft. Wenn ich mich nicht öffne, kostet das Verstecken ebenfalls Kraft. Leider ist in dieser Zeit das Selbstwertgefühl zusätzlich ebenfalls sehr labil und nicht übermäßig ausgeprägt.

Die folgenden Angaben sind aus einem Diskussionsforum aus dem Jahr 1996. Ich denke es hat sich mit den Jahren nichts verändert.

Pro: Outen

  • Outen kann helfen. Man hat endlich eine Erklärung gegeben für manch seltsames Verhalten wie z.B. Ausreden und Absagen. Das erleichtert.
  • Unterscheiden – outen bei den Menschen die einem wichtig sind und Menschen die weiter weg stehen.
  • Zeitpunkt des outens wählen.
  • Es entsteht Verständnis und Interesse und keine Ablehnung oder Verstoßung.
  • Mein Verhalten kann zugeordnet werden und mein Gegenüber fühlt sich nicht hilflos.
  • Abwägen bei Arbeitgeber und Kollegen die einem womöglich nicht freundlich gesinnt sind.
  • Sich öffnen, öffnet auch die anderen. Oft wird gesagt: Ich auch. Oder: Ich hatte auch schon. Oder: Ich kenn auch jemand.

Kontra: Outen

  • Mitleidige Blicke
  • Das Gefühl nicht als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft angesehen zu werden.
  • Misstrauen und Nimbus des ewig Kranken (vor allem im Beruf).
  • Gefahr am Arbeitsplatz und womöglich existenzbedrohende Folgen.
  • Das Nicht-outen zwingt, den Alltag weiter durchzustehen, Routine beizubehalten, der Angst oder Depression so wenig Raum wie möglich zu überlassen. Das ist zwar sehr anstrengend, aber für manchen doch vielleicht nützlicher, von einer überwundenen Krise zu sprechen, als mit dem Stempel zu leben und damit sich und andere anhaltend auf die Angst zu fixieren.

Ich meine: Outen ja oder nein, muss jeder für sich selber prüfen. Was für den einen richtig  ist, muss für den anderen noch lange nicht passen.

Ich halte auch Ängste und Depressionen nicht für eine Schwäche.

Der  Schritt in eine Selbsthilfegruppe ist oft schon sehr wertvoll.

Und, Dinge ändern sich.

Ausweichen auf eine andere Diagnose - Burnout ? ? ?

Das wird wohl häufiger gemacht und ist auch in der Öffentlichkeit anerkannter.

Wenn ich vorher "gebrannt" habe, sprich auf einem hohen Leistungslevel gewesen bin, dann ist es ja klar, dass ich irgendwann ausgebrannt bin.

Ob man sich letztlich einen Gefallen damit erweißt, soll jedem einzelnen überlassen bleiben.

Mehr - auch über die Unterschiede finden Sie >> hier << 

  Seelische Störungen: mehr als zwei Drittel der Menschen?
"Die Mehrzahl der Menschen wird im Laufe des Lebens mindestens einmal eine psychiatrische Diagnose erhalten, ließen sie sich untersuchen. Nur wenn es einmal normal ist, eine psychische wie eine körperliche Erkrankung zu haben, ist die Stigmatisierung überwunden. Je mehr man betont, psychiatrische Erkrankungen seien alle schwer, chronisch und betreffen nur einige wenige Prozent der Bevölkerung (was alles nicht wahr ist), umso leichter fällt es, psychisch Kranke als eine inferiore Minderheit zu stigmatisieren. Die modernen epidemiologischen Studien ergebene mit besserer Methodik immer höhere Lebenszeit - Prävalenzen für psychische Störungen. Sie dürften mehr als zwei Drittel der Menschen betreffen".

Jules Angst (2001), persönlicher Brief an H. Hinterhuber, aus P. Hofmann (Hrsg.): dysthymie. Springer - Verlag, Wien- New York 2002. Anmerkung: Prof. Dr. Jules Angst von der Psychiatrischen Universität Zürich gehörte während seiner aktiven Zeit als Arzt und Wissenschaftler zu den international bekanntesten und renommiertesten epidemiologisch tätigen Psychiatern. Seine oben dargestellte Überzeugung wird von vielen Fachkollegen geteilt.

 

 aus Psychiatrie heute - Dysthymie

   
 

  Hinweis

Die Ausführungen sind während meiner mehrjährigen Arbeit in der Selbsthilfe Depression / Ängste entstanden. Diese unterliegen dem Copyright.

   
 
 

Hier noch ein Link auf auf zwei weitere Homepages von mir:

 
   

Eine private Initiative eines Betroffenen:

   

   

Schallenmüller und Partner
Familien- und Konfliktberatung / Coaching

   

Bei Fragen können Sie sich gerne melden!

 
   
 
   
 

   
   
     

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