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 Sonderseite 1

 

 

Erinnerungen . . .

   

 

 

   

   

. . . aus 2006 und 2007

08.12.2012 . . . alte Kisten . . .                           . . . alte Erinnerungen . . .                     . . .  TOLL!

Das war schon lange überfällig!

Seid gut zwei Wochen räume ich mein Büro um! Heute waren einige Papierkisten dran. Dabei sind mir viele Dinge - Akten aus meiner beruflichen Zeit - in die Finger gekommen. Teilweise noch aus dem Jahren 2001 bis 2005. Fast alles wird sich im Papiercontainer wiederfinden.

In einer anderen alten Kiste finde ich Briefe, Karten und Materialien aus den Jahren 2006 und 2007. Hierbei handelt es sich um Karten von Weihnachtsfeiern oder von / zu meinem Geburtstag.

Ich sitze auf dem Trimmrad und schaue die Umschläge durch.

Ups! Was ist denn das? Da habe ich mal einen Vortrag gehalten und als Dankeschön 20 Euro bekommen. Das ist ja toll. Kommt gleich in meine Südafrikakasse.

Ups! Eine Geburtstagskarte von meinen Eltern aus dem Jahr 2006. Ach ist das schön! Und dann falle ich fast vom Trimmrad! Da sind ja 250 Euro drin! Unglaublich!

Mir gesteigertem Interesse schaue ich nun alle Umschläge an. Kein Geld mehr - aber unheimlich viele Erinnerungen. Da die Jahre 2006 und 2007 hier auf der Homepage nicht zu finden sind, stelle ich einige ein:

Zur Erinnerung: Der Verein Balance e.V. wurde am 2.9.2006 von mir gegründet. Manche Karte hängt damit zusammen.
 

Lebensklugheit bedeutet:

alle Dinge möglichst wichtig,

aber keines völlig ernst zu nehmen.

Arthur Schnitzler

     

auf der Karte: Hallo Günter,

Du hast eine Figur zur Auswahl. Welche würdest du im Moment wählen?

Mein rotes Holz schaue ich immer wieder gerne an, betrachte es von allen Seiten um es dann wieder weg zu legen. Du kannst es behalten solange du möchtest. Liebe Grüße!

 
     

auf der Karte: Lieber Günter!

Eine frohe Weihnacht wünsche ich Dir, im Kreise Deiner Lieben und alles erdenklich Gute für das Neue Jahr.

Möge Dir immer die Kraft und Liebe geschenkt werden für alle Deine Vorhaben.

Für Dein Wirken und Entstehen der "Balance" hast Du von uns allen Dank verdient.

Sei für heute ganz herzlich gegrüßt von J.

     
Der Absender der Karte ist leider gestorben!

 

 

unten: Karte meiner Tochter Katrin 

     
Öffne dich den Augenblicken,
die dich froh stimmen,
die dich lächeln lassen
und dich lebendig machen.

Schafe dir jeden Tag Raum für etwas,
das du gerne tust und das dir gut tut,
und sorge damit immer wieder für dich selbst.

     

auf der Karte links:

Für meinen Freund Günter

auf der Karte rechts:

Danke Günter, dass du uns an deinem mutigen Projekt teilhaben lässt.

     
. . . und von einer Mitpatientin! . . . und meine eigenen Ziele?  Nimm zur Erinnerung und weiterer...
     

... Ermutigung symbolisch die Münze, die mein Vater von "seinem "Jakobsweg" mitgebracht hat. Möge aus Deiner Hand noch viel Frucht wachsen. Herzliche Grüße!

     
   

Es sind hier bei weitem nicht alle Karten und Erinnerungen aus diesen beiden Jahren aufgenommen.

Auf einer Karte steht noch folgendes:

Ein neues Jahr liegt vor dir.

Und hinter dir liegt gelebte Zeit.

Hat sich alles erfüllt, was du erwartet

und dir vorgenommen hast?

Hast du die Zeit voll ausgekostet?

Das Jahr neigt sich dem Ende zu,
stetig und ruhig.
'S ist Zeit, zu stehn,
nur einen Augenblick zurückzusehn
in dieser Wende,
um klar und ganz bewusst
zu gehn
den nächsten Schritt.

Ein Meer der Zeit,
ein Fluss, an dessen Ufern
so vieles im vergangnen Jahr gereift,
gewachsen und verwelkt,
erblüht ist und erstarb.

Und ich bin Pilgerin;
vor mir ein Weg so weit,
der Horizont - so fern,
und über mir der Himmel - so offen,
dass wohl niemand ihn begreift.

Schau einmal noch dich um,
bedacht und aufmerksam.
Zuweilen sieht man nicht,
als hätte man's verloren,
das Kostbarste.
Oft ist es unsichtbar.
Ich leg es in mein Innerstes,
und stumm,
doch voller Melodien,
setz ich den Fuß,
unsicher noch,
nach vorn.

 Judith Magdalena Kornev-Rietmann

Der Wanderer

Einmal lebte gar nicht weit von hier ein Mann, der war ein Wanderer. Der Wanderer war gerne zu Fuß unterwegs und machte große Touren. Die meisten Wanderungen unternahm er jedoch auf andere Weise. Der Wanderer war ein Mann im besten Alter. In all den Jahren, seit er das Haus seiner Eltern verlassen hatte, um auf eigenen Füßen zu stehen - und vielleicht schon früher - war er auf einer langen Wanderung gewesen. Wie viele andere Menschen auch, suchte er nach seiner eigenen Heimat auf dieser weiten Welt. Er hatte viele schöne Orte gesucht und gefunden. Er hatte es genossen. Heimat war dort nicht gewesen.

Er hatte sich entsprechend seiner Mittel Wohnungen eingerichtet, in denen er gerne lebte. Er war dort gerne zu Hause. Heimat hatte er dort nicht gefunden. Er hatte zeitlebens gelernt. Er hatte viel gelesen, viel mit anderen diskutiert, viel erprobt, viel erkannt. Er wusste viel über die Menschen und über sich selbst.

Der Wanderer hatte viel gelernt und mit der Zeit verstanden, dass es Irrwege für ihn gab und Sackgassen, in denen er besser nicht ging. Mit der Zeit konnte der Wanderer solche Irrwege erkennen und ging sie dann nur noch, wenn er Lust dazu hatte. Manchmal braucht man einen Irrweg. Der Wanderer kannte viele Wege durchs Leben. Heimat hatte er dort nirgends gefunden.

Zum Wanderer kamen viele Menschen, um ihn um Rat zu fragen. Manchmal konnte er den anderen einen Schritt weiterhelfen. Zur eigenen Heimat half ihm das nicht.

Der Wanderer hatte mit Menschen gelebt, die ihm wichtig waren. Sie hatte ihm keine Heimat geben können. Er hatte mit Menschen gelebt, die er liebte. Er war glücklich gewesen. Da hatte er geahnt, was Heimat sein könnte. Gefunden hatte er sie nicht. Der Wanderer war spirituelle Wege gegangen. Auch da hatte er Heimat geahnt. Aber Heimat gefunden hatte er nicht.

Dann suchte der Wanderer die Stille. Zuerst war die Stille laut von seinen Gedanken. Dann war die Stille erfüllt vom Loslassen. Dann begann sich die Stille in ihm auszubreiten. Er hörte auf, überall zu fragen. Er hörte auf, nach neuen Wegen zu suchen. Er suchte nach Momenten und Orten der Stille. Da hatte der Wanderer eines Nachts einen Traum.

Beim Abschreiben des Textes vom Wanderer, wurde ich innerlich ganz ruhig.

Ich meinte mich selber in dieser Geschichte wieder zu erkennen.

In den Jahren in denen ich Selbsthilfegruppe um Selbsthilfegruppe gegründet habe, ist es mir ergangen wie dem Wanderer.

Wahrscheinlich würde es heute - noch einige Gruppen mehr geben.

Aber: Ich wäre dann wohl nie eingeholt worden. Daher ist alles richtig wie es ist!

  Er träumte, wie er auf einer großen Wanderung war. Er sah sich durch Bergwälder ziehen, den See entlang und über weite Wiesen. Er sah sich über Geröllhalden stapfen und durch Unterholz kriechen. Er durchwanderte Steppen und Wüsten. Stetig, ausdauernd, beobachtend und freundlich ging er seinen Weg.

Plötzlich entdeckte er, dass in seinem Traum nicht nur einer unterwegs war, sondern zwei. Zwei die einander glichen wie ein Ei dem anderen. Der zweite Wanderer ging immer hinter dem ersten her. Nur dass der zweite hager war, fast ausgehungert. Der zweite Wanderer schien sich sehr anzustrengen, ihn einzuholen. Leider schaffte er das nie, denn er, der vorausging, war zu kräftig, zu ausdauernd, zu aufmerksam für alles und fand seinen Weg meist so gut, dass sein schwaches Ebenbild ihn nie einholte.

Da kam der erste Wanderer an einen großen See. Er setzte sich, um auszuruhen. Er schief ein. Diese endlich gab dem zweiten Wanderer die Chance, sein Ebenbild einzuholen. Schnaufend und ganz außer Atem setzte er sich ans Seeufer.

Als dann der erste Wanderer aufwachte, erschrak dieser zutiefst. "Wer bist du", fragte er verwundert, als er sich selbst erkannte. "Ich bin", sagte der zweite, "deine Heimat. Ich bin vielleicht froh, dass du dich endlich gesetzt hast. Ich hätte sonst bald nicht mehr gewusst, wie ich dich einholen sollte. Aber jetzt bin ich ja da." "Bist du schon die ganze Zeit hinter mir hergegangen?" fragte der erste. "Ja und ich war dir auch manchmal schon sehr nahe. Immer wenn ich dachte, ich hätte dich endlich eingeholt, bist du weiter gerannt. Ich konnte dich nicht erreichen." "Weißt du, dass ich weitergelaufen bin, weil ich dich vor mir gesucht habe?" "Ja, das weiß ich schon. Ich habe auch dauernd hinter dir hergerufen. Du hast mich nicht gehört. Du hattest zu viel zu tun mit Suchen." Da lachten beide. Gemeinsam bauten sie ein Haus an einem schönen Ort. Wenn jetzt Leute zum Wanderer kamen, um ihn um Rat zu bitten, sagte er ihnen manchmal diesen geheimnisvollen Satz:

"Du musst dich von dem, was vor dir ist, einholen lassen."

 

 Krischan Johannsen

 

   
 

   
   
     

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