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Der Tag

 

Ein bescheidenes Ich zu werden, ist mehr wert als ein großer Jemand.

                                                                       CHARLES TSCHOPP

 
      
 

 
     
 

21.08.2012                                Gestern noch war ich voller Mut                                                                                                                 Tage

 

Gestern habe ich diese Aufzeichnungen auf die Homepage übernommen. Es war auch ein positiver Rückblick. Er sollte anderen die vor einer Weggabelung stehen Mut machen.

Gestern war ich in der Selbsthilfegruppe und habe danach ein längeres Gespräch geführt. Es ging dabei auch darum unveränderliche Dinge und Gegebenheiten und die nicht mehr veränderbare Vergangenheit zu akzeptieren.

Das war gestern!

21.08.2012                                Heute sieht alles anders aus                                                                                                                        Tage

Heute Vormittag habe ich eine Runde mit unserem Hund gedreht. Bei der Rückkehr denke ich an das in dem Hof stehende Motorrad das zum Verkauf angeboten wird. Wobei das Motorrad ist nur Mittel zum Zweck für meine negativen Gedanken. Ich denke, wenn das Motorrad nicht dasteht, werde ich am Ende des Jahres auch nicht mehr da sein.

Das Motorrad stand nicht da!

Für den Vormittag hatte ich mir zur Aufgabe gesetzt die Mähmaschine die nicht mehr läuft aus der Garage meiner Eltern zu holen. Es war für mich schwierig. Ich war schon längere Zeit nicht mehr in Buhlbronn und in der Wohnung meiner Eltern. Meine Mutter ist im Januar dieses Jahres gestorben. Mein Vater ist schon seit 2006 nicht mehr da. Ich konnte dann nur in die Garage. In die Wohnung bin ich nicht gegangen.

*  * *

Beim Laden eines alten Handys habe ich Aufzeichnungen aus dem Jahr 2006 und auch die in der Todesnacht gemachten Aufzeichnungen gefunden.

  • 26.01.2006

 

Ich laufe auf einem immer schmaler werdenden Grad. Es ist uneben. Rechts und links geht es in die Tiefe. Der Wind wird stärker. Er bläst von der Seite. Nicht mehr lange und es wird dunkel. Ich bin alleine. Umkehren geht auch nicht.

 

  • 04.02.2006

 

Ist durch dein Leben etwas Positives für die Gemeinschaft entstanden?

Diese Frage hat mich also schon damals beschäftigt.

 

  • 25.02.2006

 

x sagt: „Die Menschen sind nur Dreck!“

Ich sage: „Die Menschen sind noch nicht so weit!“

 

  • 01.03.2006

 

Onkologe in Schorndorf: Adenoca drüsiger CA Lunge (Diagnose bei meinem Vater)

 

  • 02.03.2006

 

Heute wurde die Familie mit Krankheit und Tod konfrontiert. Opa hat Lungen - CA. Katrin bekam per Mail eine Andeutung und abends die Erklärung. Tanja bekam es von Oma gesagt und verschwand dann weinend in ihrem Zimmer. Ulrike bekam das mit und dann von Mama die Erklärung.

Und ich?

Ich wusste es gestern schon. Ich hatte im Internet geschaut - nach Lungenkrankheiten. Jetzt wird Chemo gemacht. Ich werde viele Dinge noch schneller angehen.

 

  • 27.03.2006

 

„Um 20.00 Uhr bin ich bei meinem Vater im Krankenhaus und halte seine Hand. Ich will die ganze Nacht bleiben. Idris lässt um 21.00 Uhr klingeln. Er denkt an mich. Die Zeit vergeht langsam. Kurz nach halb eins kommen die Schwestern und betten um. Ich bekomme eine Kanne Kaffee. 5.35 Uhr - die Schwester kommt und fragt, ob sie Antibiotika hinhängen soll. Sie sagt: Das ändert aber nichts an der Situation. Sie würde es weglassen. Ich stimme zu und wir lassen es weg. Ich kann nur da sein. Alle paar Minuten schaue ich auf die Uhr. Die Vögel fangen an zu zwitschern. Er wird das wohl nie mehr hören. 6.20 Uhr - daheim klingelt der Wecker. 6.45 Uhr - die Schwester kommt und macht Licht. Keine Reaktion.“

 

Mein Vater ist am Morgen - nachdem meine Mutter da war und ich nach Hause gegangen bin um 9.00 Uhr verstorben.

 

Am Tag der Beerdigung starte ich am Abend in Waiblingen die Selbsthilfegruppe durch einen Film und Vortrag.

 

Aus Aufzeichnungen im PC finde ich zufällig folgendes:

18.12.2006 Gutachtertermin - vorbereitete Aufzeichnungen

 

  • Es hat sich überhaupt nichts geändert
  • Ich habe nicht mehr gearbeitet seit dem 01. Mai 2005
  • Ich bin ausgebrannt
  • Grosse, auch unerwartete Schwankungen
  • Ich werde nie mehr in ein Arbeitsverhältnis gehen
  • Enttäuschung BARMER nach 29 Jahren
  • Enttäuschung BKK Bauknecht nach 4 Jahren
  • Enttäuschung City BKK nach einem Jahr
  • Bewerbung bei Bahn BKK und erneut enttäuscht worden
  • Körperlich versuche ich mich fit zu halten – gelingt aber nicht immer
  • Esse derzeit, seit vier Wochen morgens nichts mehr
  • Habe manchmal Ohrgeräusche und einen Druck
  • Habe manchmal auch Gedanken an Selbstmord, die ich aber versuche durch Aktivität zu verdrängen
  • Kommen morgens schwer raus – allerdings nicht immer
  • Versuche einen regelmäßigen Tagesablauf einzuhalten
  • Kurmaßnahme sehe ich nicht als erfolgreich an – da ich nicht von zu Hause weg möchte und auch mein Problem des Misstrauens nicht behoben wird.
  • Kleinigkeiten hauen mich um!
  • Schwankungen jeden Tag
  • Sehr oft müde
  • Ich arbeite / mache etwas und kann teilweise meine Gedanken nicht festhalten
  • Bin total vergesslich – das macht mir Angst
  • Zukunft? Ich kann jederzeit diese Welt verlassen

 

In der Zwischenzeit bis heute

 

 

  • habe ich erst drei Gruppen im Rems-Murr-Kreis und dann den Verein Balance gegründet.
  • das Buch Zeitenwende fertig gestellt
  • weitere Gruppen (25) gegründet
  • vielen geholfen
  • meine Rente bewilligt bekommen
  • meine Frau geht arbeiten
  • denke dass meine Frau ohne mich besser dran ist
  • durch Deutschland gepilgert mit dem Thema Depression und die ganze Zeit damit in der Öffentlichkeit
  • Ehrenamtlicher Pilgerberater
  • mehrfach in Spanien auf dem Jakobsweg gewesen
  • weitere Bücher geschrieben
  • habe einen Suizidversuch unternommen 
  • gekämpft für mich und andere
  • ich habe dabei drauf gezahlt

 

  • ich habe dabei drauf gezahlt
  • ich habe dabei drauf gezahlt
  • ich habe dabei drauf gezahlt
  • viel weniger wie vorher
  • da fühle ich mich gut dabei (ironisch gemeint)
  • da bin ich überzeugt davon
  • ich hab dabei drauf gezahlt

 

 

  • in meiner Freizeit
  • das war schön
  • werden nicht veröffentlicht

 

  • ich weiß nicht für was

 

In der Zeit bis heute wurde ich wieder mehrfach enttäuscht.

Der Gipfel nun ist, dass es vor dem Amtsgericht in Schorndorf eine Verhandlung wegen Untreue gibt. Schon die Tatsache DASS es eine Verhandlung gibt, unabhängig vom Ausgang macht mich kaputt.

Die ganzen letzten Jahre sind auf der Homepage meines Projektes unter >> Entwicklung Person << nachzulesen.

Schon vor einigen Tage - ich glaub es war vor zwei Wochen habe ich das Bild in der Sauna gemalt.

Der in der Mitte bin ich. Der innerste Kreis. In diesen innersten Kreis habe ich die letzten Jahre alle rein gelassen.

Ich kam schon früher drauf, dass dieser innere Kreis mir gehört. Alleine!

Der nächste Kreis gehört der Familie. Dazu aber auch zwei Personen die ich im vergangenen Jahr nur noch an mich heran gelassen habe. Wenn ich danach gehe, wie viel jemand von meinen Gefühlen und Gedanken weiß, dann gehören nur diese zwei Personen in diesen Kreis.

Danach kommen weitere Freunde.

Danach kommen gute Bekannte.

Dann weitere Personen.

Heute steht das Bild dafür - so wie es ist.

Ich lasse niemanden mehr etwas von meinen Gedanken wissen!

Ich werde auch einen Entschluss fassen! Wenn er nicht insgeheim schon gefasst ist.

                       >> Dass es mir nicht gut geht, das werden viele merken! Was ich wirklich denke, wird niemand mitbekommen.

                       >> Somit ist es auch nicht aufzuhalten.

Wieder Heute

So lange geht das schon! Vielleicht reicht es jetzt einfach wirklich. Ich denke es ist genug!

 

Der Tag war also bis hier schon nicht gut.

 

Post

Passend zu dem bisherigen Tag - dann die Post die ich bekomme. Ich erhalte eine Ladung zur Hauptverhandlung wegen Untreue für den 9. Oktober 2012.

 

Die Ladung ist in der Anlage beigefügt.

 

Die erste Reaktion ist, ich kann nichts mehr essen. Ich telefoniere mit meinem Anwalt, der meint, da gehen wir halt einfach hin.

 

Die weiteren Reaktionen waren aus der Vergangenheit fast klar:

  • Rückzug unters Dach
  • Fortsetzung der negativen Gedanken
  • Ich sage per SMS einen Termin für Donnerstag mit lieben Freunden ab

 

Um 18:30 Uhr fange ich an aufzuschreiben.

 

Schon am 10.08.2012 hatte ich aufgeschrieben

 

„Am Ende werde ich ganz alleine sein!“

 

Auch hatte ich irgendwann aufgeschrieben: „Wenn ich beim Amtsgericht verurteilt werde und nur einen Cent bezahlen muss, dann werde ich fliegen.“

 

Ich war schon einmal soweit. Im Dezember 2011! Damals bin ich nicht geflogen.

 

Dieses Mal wird es im Vorfeld niemand erfahren. Manch einer wird vielleicht ein komisches Gefühl haben. Ich habe aber nicht vor, etwas zu sagen.

 

Der Flieger geht am 10. Oktober oder am 12. Oktober 2012. Ich habe das noch vor dem „Gang“ unters Dach geschaut! Und, ich habe vor im Flugzeug zu sitzen.

 

 

Vertrauen

Im vergangenen Jahr hatte ich nur noch zu zwei Personen Vertrauen. Beide sind im Urlaub. Auch hier habe ich heute den Entschluss gefasst, dass ich beide total raushalten werde. Das bedeutet, dass ich von meinen Gedanken nichts sagen werde.

 

 

Gemachte Versprechen

In den vergangenen Jahren - speziell letztes Jahr - habe ich mit einigen Personen gegenseitige Versprechen gemacht.

Per Stand heute sind diese für mich nicht mehr gültig!

 

 

Reduzierung von Antidepressiva

Beginnend am 3.7.2012 habe ich mit der Reduzierung meiner Antidepressiva begonnen. Mein behandelnder Arzt ist damit nicht einverstanden.

Per Stand heute werde ich das aber so fortführen wie ich es geplant habe.

 

 

Ich weiß . . .

Ich weiß sehr wohl -

aus den vielen Büchern die ich gelesen habe

 

dass nicht die Ladung des Amtsgerichtes oder was dazu geführt hat, das Problem ist. Das Problem ist tatsächlich mein Umgang damit. Wie soll / kann ich anderen helfen, so wie ich es gestern noch gedacht habe, wenn ich es selber nicht schaffe.

 

Selbst das Ergebnis meines Jakobsweges:

 

Gott hat einen Plan für dich! Du musst ihn nicht wissen!

 

ist heute ziemlich verblasst! Es ist schon traurig!

 

Am 19.08.2012 - noch nicht lange her - habe ich das Bild unten in die Homepage aufgenommen. Um anderen Mut zu machen!

 

Das ist ab heute nicht mehr meine Aufgabe. Anderen Mut zu machen! Alles andere ist ebenfalls nicht mehr vorhanden. Gültig ist nur noch das Fragezeichen!

22.08.2012            Alles in die Reihe bringen . . .                                                                                                                                          Tage

. . . und in mir tobt ein Kampf!

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eingestellt 2014

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