Planung

nach dem Krankenhaus

 
 
  
  

 

  
  
 

HOME
2005

Zur Person

Der Abstieg

Krankenhaus

Planung

Jakobsweg

Ausstellung

Medien

    
Wie ging es weiter
 

Jahr 2006

 

Dann war da noch

 

Zeitenwende

"Ich will!

 

 
 

Das neu entstandene Ziel oder sogar Lebensziel - die Planungsphase

(Auszugsweise aus dem Buch Zeitenwende übernommen)

Krankenhausentlassung am 02.09.2005 und weitere Planungen

 

Frage nicht nach dem WIE, sondern stärke das WARUM!

  • Gründe für den Jakobsweg
    Warum und für wen möchte ich diesen Weg gehen?
    • Für Menschen, die wegen Depressionen im Krankenhaus, Arzt oder Psychologen in Behandlung sind. Um ihnen Mut für ihren weiteren Weg zu machen. Ich selber war im PLK Winnenden vom 16.06.05 bis 02.09.05 in stationärer Behandlung wegen Depressionen.
    • Für die Schwachen deshalb möchte ich Herrn Schuhmacher in Schorndorf in seinem Afrikaprojekt unterstützen
    • Für alle Angehörigen, Freunde, Bekannte die manchmal oder auch öfter nicht wissen, wie sie mit dem Thema Depressionen umgehen sollen.
    • Für alle Menschen, die glücklicherweise bislang nicht mit dem Thema Depressionen konfrontiert wurden und womöglich zu wenig darüber wissen. • Letztendlich für mich selber, wobei mir alle vorgenannten Gründe wichtiger sind.

 

  • Häufig gestellte Fragen:
    Was ist mit mir? Warum bin ich hier?
    Wie entsteht / erkennt man eine Depression und wie lange dauert es?
    Was sage ich meinen Verwandten, Freunden, Bekannten, Kollegen?
    Was sage ich daheim?
    Warum Winnenden mit dem schlechten Ruf?!?
    Was sage ich was ich habe – man sieht doch nichts?
    Machen die Medikamente abhängig?
    Und, und, und . . .
    Diese und andere Fragen beschäftigten mich und andere Patienten und bereiten teilweise ein zusätzliches Problem.
    Nach Abschluss des stationären Aufenthaltes werden zwar Medikamente so lange notwendig weiterhin genommen – aber sonst wird das Thema so gut es geht wieder verdrängt.
    Meines Erachtens ist das ein großer Fehler!
    Ich gehe den Weg (das Denken hierzu änderte sich aber auch erst während meines stationären Aufenthaltes) das Thema Depressionen offensiv anzugehen.
    Bei manchen Gesprächen wurde mir gegenüber Hochachtung ausgesprochen, dass ich das Thema so angehe.
    Bei manchen Gesprächen hatte der Gesprächspartner oder ein Angehöriger selber schon mit dem Thema zu tun.

 

Jakobsweg:
Das bedeutet 800 km.
Das bedeutet Zweifel auf dem Weg.
Das bedeutet Blasen und Muskelkater.
Das bedeutet mir momentan sehr viel.
Das bedeutet bei 35 Wandertagen pro Tag ca. 23 Kilometer.
Das bedeutet alleine sein mit seinen Gedanken und Empfindungen.
Das bedeutet neue Menschen kennen lernen.
Das bedeutet mir momentan sehr viel.
Das bedeutet erneute Trennung von der Familie.
Das bedeutet auf ein neues Ziel zu gehen.
Das bedeutet, dass ich irgendwann wohl anfange etwas zu stinken.
Das bedeutet mir momentan alles.
Wenn es klappt die Verknüpfung mit Depressionen an die Öffentlichkeit herzustellen.

Mein Motto Zeichen setzen und Farbe bekennen . . .
. . . ist nicht einfach so aufgeschrieben.

 

07. September 2005 Schlaflos 10.00 Uhr / 00.30 Uhr / 01.05 Uhr / 02.40 Uhr / 5.00 Uhr / 06.30 Uhr
Das sind in der Nacht die neuen Zeiten. Wir werden geweckt von Pia unserem Hundebaby. Aufstehen und raus in den Garten. Das klappt prima. In der Regel ist nach zehn Minuten alles vorbei und die Nacht und die Ruhe wieder eingekehrt. In dem Zusammenhang wichtig:
Es kommen keine dummen Gedanken und ich schlafe wieder gut ein.

Jakobsweg
Ich fange an zu planen – schreibe einige Etappen.
Dann! Oh je . . . so wie das aussieht wird es doch etwas Größeres.

 

20. September 2005 Ich will . . .
. . . und noch ein Nachtrag.

Ich will und kann die Menschen
nicht ändern, oder ihnen einen
bestimmten Weg vorgeben.
Ich will sie aber dazu anregen
nachzudenken und ihren Weg
für sich selber zu prüfen.
Ich selbe weiß nur, dass
Ich nichts weiß!
(von mir)

 

  • 09. Oktober 2005 Alles klappt – Supi!
    Pfarrer Rabus – Pilgersegen – klappt
    Roland mein bester Freund fährt
    Idris mein Bruder macht Internet
    Ausstellung im Schlosscafe klappt
    Vorbereitung von Info-Mappen für die Stationen
    Was kommt in die Ausstellung: vorbereiten

 

10. Oktober 2005 Muss schon sagen . . .
. . . wenn mir jemand Anfang des Jahres gesagt hätte . . .
. . . im September / Oktober planst du 800 km in Spanien zu laufen
. . . allein in einem fremden Land
. . . die Planungen machst du alleine
. . . und du bist auch verantwortlich
. . . kannst die Sprache nicht
. . . und weißt nicht ob du es schaffst
. . . und planst dafür fünf Wochen ein
. . . und das alles freiwillig für dich und um auf etwas aufmerksam zu machen
. . . ich hätte ihn für verrückt erklärt.

. . . wenn mir jemand während meines stationären Aufenthaltes und während meiner ganzen Krankheitszeit gesagt hätte . . .
. . . dass ich so viele Entscheidungen treffe
. . . von wann bis wann
. . . Etappen, Ausrüstung, Pilgerpass, Reisepass, Ausweis
. . . wie hin und wie zurück
. . . Ausstellung – Vorabinfo
. . . was kommt in die Ausstellung
. . . Verknüpfung zu Depressionen
. . . ich hätte ihn für verrückt erklärt.

 

Aber!
Ich schaffe das!
Ausstellung und Jakobsweg!
Ich schaffe das!
Viele Gespräche und dann der Weg!
Ich schaffe das!
. . . und wenn nicht, versuche ich es irgendwann noch einmal.

 

15. Oktober 2005 Lieber Gott,
ich begebe mich voll in deine Hände und werde den unbekannten hinter dem Busch liegenden Weg gehen. Du weißt schon, der Weg auf meinem Bild.

...

22. Oktober 2005 Zeitungsbericht
Heute stehe ich in der Zeitung! Damit bin ich voll und ganz einverstanden.
Ich bin mir sicher, es ist der richtige Weg. Auf die Reaktionen bin ich gespannt.

Reaktionen
• mir schreibt ein Mann eine E-Mail, 69 Jahre alt, dass er Selbstmordgedanken
hat.
• Mir schreibt eine Frau, die vor 20 Jahren an Depressionen erkrankt war. Die Mail ist von 20.30 Uhr. Das ist schön. Ich
weiß nicht was ich sagen soll. Jemand wird von dem Artikel so berührt, dass er schreibt. Nach 20 Jahren.

Die Mail:
Sehr geehrter Herr Schallenmüller,
ich habe heute den Artikel über Sie in der Winnender Zeitung gelesen
und habe grundsätzliches Interesse endlich über diese Krankheit
nach außen zu gehen.
Wenn ich Zeit habe, werde ich morgen Ihre Ausstellung besuchen.
Ich lebe jetzt im 20. Jahr nach der letzten Depression, habe aber und
werde nie das antriebslose Elend vergessen. Ich war 4 mal so „tot“,
dass ich noch nicht einmal mehr sprechen konnte.
Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören.
Gruß!

 

Unterschiede
Jemand der mich schon einige Jahre kennt war heute zu Besuch. Sie sagt etwas sehr wichtiges:
„Jetzt machst Du wieder alles für andere!“

Das ist wahr und das ist gut so. Ich antworte:
„Das will ich machen. Früher musste ich manches machen.
Das ist der Unterschied!“

 

  • 28. Oktober 2005 Die Abschiedsbriefe vom Juni 2005 . . .
    . . . habe ich heute im PC wieder gelesen. Der Schmerz von damals war auch wieder da und somit auch die Tränen. Ich musste an diesem Tag schon zum zweiten mal weinen. Ich bin jetzt im nach hinein dankbar,
    wie alles gekommen ist.
    Krankheit / Depressionen / andere Menschen und mein neuer Weg.
    Die Tränen kommen auch, weil ich mich über den neuen Weg sehr freue.

 

Am 31.Oktober 2005 ist in der Schlosskirche Winnenden der Pilgersegen und dann geht es los!

 
 

  
  
 

Web Banner - Stiftung Deutsche Depressionshilfe

 

 Informationen zu Depressionen

     

Stand: 31.12.2005

 

Stand: 31.12.2005

 
       
   Impressum           Kontakt     Haftungsausschluss                                                                  © 2017 Günter Schallenmüller                                                          K.s.KLi ceess™  WebHosting