Jakobsweg vom 30.10.2012 - 07.11.2012         

 
 

 

 
 

 

 
   
 
Ergebnis

Camino Ingles

  
  

Trotz mancherlei Unbill - vielen, vielen Tiefen und Schwankungen im vergangenen Jahr,

und auch in diesem Jahr,

zum Schweigen verurteilt und nicht befragt

bin ich trotzdem dankbar

dass ich mein Vertrauen in Gott nie verloren habe!

Ich bin dankbar für ehrliche Freunde, die mir in den letzten beiden Jahren beigestanden haben.

                                                                                                                                  

Ich werde immer ein mal mehr aufstehen wie ich niedergeschlagen werde!

 

  2005   2012

 

Ergebnis vom Jakobsweg von Ferrol nach Santiago de Compostela

                  die    5. Compostela in diesem Jahr 2012

 

                  der Pilgerpass als Nachweis für die Compostela

 

. . . und . . .

                  eine persönliche Geschichte

Wandlung

Beginn des Weges

Bei jedem Jakobsweg habe ich einen Pilgerstab mit dabei. So auch auf diesem Camino. Da es nur wenige Tage sind, muss ich auch wenig Tageskringel machen. Daher bleibt viel Platz übrig.

Ich nehme mir vor, all die Namen in meinen Pilgerstab zu schnitzen, für die ich weiter da sein will. Viele davon waren auch in meiner Verhandlung.

Oberhalb dieser Tagesringe - an der Spitze des Pilgerstabes - kommen die Namen die ich nicht mehr bereit bin mit mir zu tragen. Oder Namen, die dem Grunde nach zum Teufel wünsche. Dieser Teil wird dann in Finistere ins Meer geworfen und endgültig versenkt oder entsorgt. Wenigstens vier Namen fallen mit gleich ein. Dazu noch Namen von Personen die ebenfalls bei der Verhandlung waren. Ich denke, dass so um die acht Namen zusammenkommen.

Noch fange ich aber nicht an die Namen einzuschnitzen.

Während des Weges

Nach den ersten beiden Tagen ist mir mein Pilgerstab viel zu schade um Namen einzuritzen von Menschen die mir geschadet haben. Auch die Vorstellung meinen Pilgerstab für diese Menschen zu zersägen und einen Teil davon ins Meer zu werfen . . .      

Nein!

Das mache ich nicht!

Auf keinen Fall!

Am Ende des Weges - in der Kathedrale

Morgen geht es wieder nach Hause! Ich sitze umgeben von Menschen in der Kathedrale.

Es ist Pilgergottesdienst.

Tränen laufen mir über die Wangen.

Ich habe eine SMS erhalten mit der Info, dass einer der Namen den ich eingeritzt hätte schwer krank ist. Die Ärzte würden ihm noch ein halbes Jahr geben,

Das bedauere ich sehr und deshalb laufen auch die Tränen.

Wenn ich mir vorstelle ich hätte den Pilgerstab wie geplant beschnitzt und den vorderen Teil ins Meer geworfen . . .

Und ich hätte dann heute diese Mitteilung gelesen . . .

Ich bin so froh, dass ich das nicht gemacht habe. Mir steht es nicht zu, über egal wen, den Stab zu brechen.

Im Gottesdienst habe ich für die Person gebetet und nach dem Gottesdienst eine Kerze angezündet!

 
   
 

  
  

 

 

 Fin

 
Stand: 31.12.2012

Stand: 31.12.2012

 
 
 
   
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