Arbeitskreis für den Rems-Murr-Kreis

 
 

 

 
     
        
 
 
Das war zuvor bestimmt mal ein wilder Haufen Steine...
 
 
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"Die Seele hat Vorfahrt!"

Nachgefragt

von Behandlern, Firmen und Schulen

Auf dieser Seite möchten wir Fragen von Behandlern und anderen beantworten, die in der Vergangenheit an uns gestellt wurden. Vielleicht ist Ihre Frage ja auch dabei. Falls nein, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf und wir stellen Ihre Frage ggf. hier anonym ein!

Selbstverständlich beantworten wir Ihre Frage auch direkt!

Günter Schallenmüller

   
   
   

Nachgefragt von Behandlern

  • zu Selbsthilfe / Selbsthilfegruppen!

   
   
   

Frage 1

Guten Tag, ich bin Psychiater im Landkreis und finde Ihren Arbeitskreis eine gute Sache. Bei einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit einer Depression sehe ich die Gefahr, dass sich Betroffene gegenseitig herunter ziehen. Wie wird das vermieden?

   

Antwort 1

Hallo, das ist eine der wichtigsten Fragen für eine Selbsthilfegruppe Depression und überhaupt einer psychischen Erkrankung. Deshalb haben wir hier auch der >> Selbsthilfegruppe <<, >> Themenarbeit << und >> Themen << Raum gegeben. Wir sind sehr für Themenarbeit in der Gruppe und hier vor allem Themen die auch positiv sind wie z.B. über Ressourcen.

   
   
   

Frage 2

Können Sie etwas über den Aufbau der Selbsthilfegruppenarbeit sagen? Wo sehen Sie - ggf. auch aus Ihren Erfahrungen - Ihre Schwerpunkte? Ich habe gelesen, dass Sie schon seid einigen Jahren sehr aktiv in dem Bereich Selbsthilfe sind.

   

Antwort 2

Ich bin seit meiner eigenen Depression aus eigenem Interesse nahe am Thema.

Die "Arbeit" in den Selbsthilfegruppen Depressionen und Ängste fußt auf drei Bereichen.

1.
Fach- und Sachinformationen zu Depressionen und Ängsten. Von großem Nutzen sind hier die Informationen und das Wissen der unterschiedliche Teilnehmer in den Gruppen. Dieses Wissen wird möglichst dupliziert und anderen Gruppenteilnehmern nutzbar gemacht.

2.
Ressourcen orientiertes Vorgehen. Wir wollen uns darauf konzentrieren, was vorhanden ist - in positivem Sinne.

3.
Aktivitäten wie z.B. Wanderungen.
Bei den Aktivitäten halte ich auch die Teilnahme der Angehörigen für  wichtig. Sie sollen ruhig erfahren und wissen, was für Menschen sich in einer Gruppe zusammen finden.

Hinweis: Ich bin in meinen beiden Gruppen New Balance (Depression und Angst) unterwegs und kann nur für diese beiden Gruppen antworten. Mehr auch unter >> Themen <<.

   
   
   

Frage 3

Folgefrage von Frage 2

Kann die Arbeit in den Gruppen auch einmal bei einem Treffen von Psychologen und / oder Ärzten vorgestellt werden? Ein Austausch wäre sicher interessant!

   

Antwort 3

Das ist auch in meinem Interesse. Ich möchte mit allen in Verbindung sein, die sich dem Thema annehmen. Eine Vorstellung der Themen etc. in den Gruppen ist immer möglich. Allerdings ist natürlich der Hinweis wichtig, dass alles im Ehrenamt gemacht wird und daher evtl. ein Auslagenersatz (km-Geld) umgelegt würde.

   
   
   

Frage 4

Ich bin Allgemeinarzt und habe auch Patienten die Depressionen haben. Kann ich diese ggf. mal zu Ihnen schicken?

   

Antwort 4

Ja - gerne! Manchmal ist ein Gespräch von Betroffenen zu Betroffenen sehr hilfreich. In den vergangenen Jahren habe ich auch vieles dazu gelernt was insgesamt zum Krankheitsbild der Depression gehört.

Hinweis: Die Arbeit in Selbsthilfegruppen ist nicht die Hauptaufgabe von dshv. Wir wollen im Vorfeld Aufklärung betreiben. Diese zu allen psychischen Erkrankungen. Bitte schauen Sie auch unter ""Selbsthilfegruppen <<.

   
   
   
   
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Nachgefragt von Firmen

Frage 1

Guten Tag, wir planen in unserem Unternehmen einen Gesundheitstag mit einer Krankenkasse! Ist es für Sie denkbar, für den Bereich Psychische Erkrankung hier ebenfalls mitzuwirken?

   

Antwort 1

Aufklärung und Prävention bei psychischen Erkrankungen sind eines unserer Hauptziele. Wir können gerne beim Gesundheitstag mitwirken. Alles weitere wie Inhalt und Umfang machen wir am besten in einem Telefonat oder persönlichen Gespräch aus.

   
   
   

Frage 2

Wir sind ein Unternehmen mit Auszubildenden - pro Lehrjahr 4 - 6 Azubi. Könnten Sie ein Projekt unserer Azubi begleiten oder anführen zum Thema psychische Erkrankung?

Dieses Projekt soll den Azubi möglichst eigenständig erarbeitet werden und das Ergebnis an einem Tag der gesamten Mitarbeitern vorgestellt werden.

   
Antwort 2

Mit so einem Projekt rennen Sie bei uns offene Türen ein, da es genau unserer Zielsetzung entspricht. Alles weitere würden wir persönlich oder telefonisch besprechen.

   
   
   
Frage 3

Sprechtag in Firma
Ist es möglich dass Sie einen Sprechtag in regelmäßigen Abständen in unserem Unternehmen durchführen?

   
Antwort 3

Die Durchführung eines Sprechtages / -stunden in regelmäßigen Abständen ist immer möglich. Dabei werden wir aber auf jeden Fall die Vertraulichkeit des Gespräches wahren. Das bedeutet, dass alles was uns von Mitarbeitern gesagt wird, nicht an den Arbeitgeber weiter gegeben wird.

   
   
   
   
 

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Nachgefragt von Schulen

Frage 1

Hallo, ich bin Lehrer an einer weiterführenden Schule und plane ein / zwei Stunden über psychische Erkrankungen. Besteht die Möglichkeit der Unterstützung durch Ihre Seite? Welche Kosten sind damit verbunden?

   
Antwort 1

Die Aufklärung in Schulen ist eines unserer wichtigsten Ziele. Wir freuen uns, dass Sie sich diesem Thema annehmen. Hilfreich ist dabei auch, die Mitwirkung von Betroffenen. Also Unterstützung ja auf jeden Fall. An Kosten könnte eine Aufwandsentschädigung für mitwirkende Betroffene entstehen.

   
   
   
   
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Nachgefragt von anderen

  • zu Sonstigem

Frage 1

Hallo und guten Tag, mich würde einmal die Finanzierung von Ihrem Arbeitskreis interessieren? Wie ist das geregelt?

   
Antwort 1

Das ist ein großes Problem, da keine Institution oder ein Verein hinter dem Arbeitskreis stehen. Die Initiatoren sind überwiegend Teilnehmer einer Selbsthilfegruppe. So wird das Eine oder Andere auch mal privat getragen. Die Zeit für Planungen oder Gestaltung von Flyern wird nicht vergütet.

Bei manchen Projekten bekommen wir Unterstützung seitens Krankenkassen. Ein Beispiel ist die Wanderausstellung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe im September 2017.

   
   
   
Frage 2

Warum machen Sie das überhaupt?

   
Antwort 2

Diese Frage stelle ich mir auch häufig. Ausgangspunkt ist wohl die eigene Depression im Jahr 2005. Damals habe ich mich schon mit dem Warum beschäftigt. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass über psychische Erkrankungen oft zu wenig bekannt ist.

   
   
   
   
  . . . und eine vielleicht noch andere Antwort.
   
 

aus dem Gesamtjahresbericht 2016 des Kreisdiakonieverband Rems-Murr-Kreis

   
 

"Freiheit ist ein Zustand, bei dem ein Individuum ohne jeglichen äußeren oder inneren Zwang zwischen mehreren Optionen und Alternativen wählen (entscheiden) kann." Dies ist eine von unzähligen Definitionen des Begriffes "Freiheit", die man im Internet finden kann. Was könnte dies für unsere Arbeit bedeuten? Drei Beispiele:

   
 
  • Der Tag ist schon weit vorangeschritten. Herr A. liegt zu Hause im Bett. Er schafft es nicht, aufzustehen und sich anzuziehen. Gerne würde er das schöne Wetter nutzen, einen Spaziergang machen, einen Kaffee trinken gehen. Seine Depression nimmt ihm jede Energie. - Hat Herr A. frei entschieden, im Bett liegen zu bleiben?
  • Die Hände sind rot, gespreizt von den scharfen Reinigungsmitteln, mit denen Frau B. seit Stunden ihre Wohnung putzt. Die Creme, mit der sie die Hände einriebt, hilft nur wenig. Obwohl alles blitzt und blinkt, hat sie das Gefühl, dass alles von Viren, Bakterien und Erregern übersät ist. Sie füllt den Putzeimer erneut. - Hat Frau B. frei entschieden, dass sie ihre Wohnung heute zum wiederholten Mal putzt?
  • Frau C. ist auf dem Weg zur Arbeit. Die Fahrt mit der Bahn fällt ihr schwer. Wenn sie mit fremden Menschen in einem Raum sein muss, bekommt sie Schweißausbrüche. Der Körper fängt an zu zittern. In der Brust zieht sich alles zusammen. Aus dem Lautsprecher am Bahnsteig kommt die Ansage, dass die nächste Bahn auf Grund eines technischen Defektes ausfällt. Der Bahnsteig füllt sich rasch. Frau C. verlässt panisch den Bahnhof und geht nach Hause. - Hat Frau C. frei entschieden, heute nicht zur Arbeit zu gehen?

Diese fiktiven, aber durchaus realistischen Beispiele machen klar, wie sehr Menschen mit psychischer Erkrankung in ihrer freien Entscheidung eingeschränkt sein können. Am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, ist kaum noch möglich. Ebenso schließt das Fehlen dieser Freiheit einige unserer Klienten auch von existenzieller Grundsicherung aus. Eine zentrale Aufgabe der Sozialpsychiatrischen Hilfen ist es, Menschen zu unterstützen, diese Freiheit von Entscheidungen und damit auch die Möglichkeit der Teilhabe in unserer Gesellschaft in kleinen Schritten wieder zu ermöglichen.

   
  so weit aus dem Gesamtjahresbericht!
   
   
   
   
   
  wird fortgesetzt
   

Hinweis:

Sämtliche hier gemachten Angaben dienen nur der Information und ersetzen keine erforderliche ärztliche Behandlung!

 
     
   
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